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Wachsame Technik: Lebensretter für Kind und Hund

Hektischer Alltag und plötzliche Ablenkung bringen kleine Mitfahrer blitzschnell in große Gefahr. Wer Nachwuchs oder Vierbeiner unbedacht auf der Rückbank vergisst, riskiert immens viel. Selbst wenn die Sonne nicht mehr glüht, verwandelt sich der verschlossene Fahrzeuginnenraum bereits bei milden Außentemperaturen in eine gefährliche Wärmefalle. Eine aktuelle ADAC-Studie zeigt nun deutlich, wie verlässlich moderne Insassen-Warnsysteme eure Liebsten im Ernstfall wirklich schützen.

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Smarte Warnsysteme schicken im Notfall sofort eine Nachricht auf das Smartphone der Fahrer, wenn sich noch Leben im Auto befindet. Bild: ADAC/Abgedreht via Autoren-Union Mobilität

Der Kopf schwirrt, das Smartphone klingelt, der Blick wandert nach vorne – und beim Aussteigen blendet die eigene Wahrnehmung das Geschehen hinter den Vordersitzen komplett aus. Genau an dieser Stelle greifen Automobilhersteller ihren Kunden mit cleverer Technik unter die Arme. Die neuartigen Notfall-Assistenten überwachen den Fahrgastraum eigenständig und schlagen rechtzeitig Alarm, bevor die Situation eskaliert.

Radar schlägt Kontakt
Die Ingenieure schlagen derzeit zwei völlig unterschiedliche Wege ein, um Leben im Auto aufzuspüren. Indirekte Systeme kombinieren Signale von Türöffnungen, Gurtschlössern und Sitzsensoren. Ein Mercedes-Benz CLA reimt sich das Geschehen auf der Rückbank so rein logisch zusammen. Direkte Systeme scannen den Innenraum hingegen mit feinfühliger Radartechnik. Sie registrieren selbst kleinste Atembewegungen des Brustkorbs. Modelle wie der BMW iX3, der Zeekr 001 oder der BYD Seal setzen auf diese hochpräzisen Radarwellen.

Schwäche bei Babyschalen
Die Tests des ADAC decken allerdings eine verhängnisvolle Schwachstelle auf. Der Mercedes schlägt zwar verlässlich an, weiß aber im Grunde gar nicht, was auf den Sitzen tatsächlich passiert. Sämtliche Radarsysteme erfassen mitfahrende Hunde oder ältere Kinder mühelos, scheitern jedoch ausgerechnet an den Allerkleinsten. Kein einziger Sensor bemerkte das Neugeborene in der Isofix-Babyschale. Selbst der Atembewegungen simulierende Test-Dummy blieb unbemerkt, weil dicke Polsterungen die Radarstrahlen schlichtweg abschirmen.

Alarm per Hupe und Display
Erkennen die Fahrzeuge eine Bedrohung, rollt eine extrem unterschiedliche Warnkette ab. Sämtliche Radarsysteme knipsen nach kurzer Bedenkzeit den Warnblinker an. Der BYD Seal und der Zeekr 001 machen zusätzlich über Alarmanlage und Hupe ordentlich Spektakel. Je nach Einrichtung wandert die Warnung sofort auf euer Smartphone. Der BMW iX3 geht einen besonders durchdachten Weg: Er blendet eine riesige, gut lesbare Notfallmeldung im Zentraldisplay ein, die vorbeigehende Passanten direkt alarmiert.

Technik schützt, Eltern haften
Der ADAC schreibt vor allem den direkt messenden Radarsystemen eine große Zukunft zu. Sie erfassen reale Lebewesen und verringern lästige Fehlalarme spürbar. Solche Assistenten halten euch im Alltag den Rücken frei, nehmen euch die persönliche Fürsorgepflicht aber keinesfalls ab. Lasst Kinder oder Haustiere niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurück. Schon kurze Momente reichen völlig aus, damit die Temperaturen im Innenraum kräftig klettern.